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Gasanlagen für US-Fahrzeuge und Pkw

Mit einer Autogasanlage fährt ein Benziner mit Flüssiggas, der Benzintank bleibt als Reserve. Wir bauen solche Anlagen ein und warten sie, im großen V8 wie im kleineren Pkw.

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Zwei Mechaniker arbeiten im Motorraum eines Fahrzeugs

So funktioniert Autogas im Auto

Autogas, kurz LPG, ist ein Gemisch aus Propan und Butan, das unter Druck flüssig wird. Es lagert in einem eigenen Stahltank, meist in der Reserveradmulde oder als Zylinder im Kofferraum. Ein Ventil am Tank begrenzt die Füllung auf etwa 80 Prozent, damit sich das Flüssiggas bei Wärme ausdehnen kann.

Vom Tank fließt das Gas zum Verdampfer, der am Kühlkreislauf des Motors hängt und aus der Flüssigkeit wieder Gas macht. Einblasventile führen es ins Saugrohr, kurz vor die Einlassventile. Ein eigenes Steuergerät liest die Befehle der Benzineinspritzung mit und rechnet sie für das Gas um. Gestartet wird mit Benzin; ist der Motor warm, schaltet die Anlage von selbst auf Gas.

Woran Sie merken, dass die Gasanlage in die Werkstatt sollte

  • Gasgeruch: auf Benzin umschalten, sicher anhalten, Motor abstellen, lüften, nicht rauchen; riecht es weiter, nicht weiterfahren und uns oder einen Pannendienst anrufen
  • Der Motor ruckelt nur im Gasbetrieb
  • Die Anlage schaltet nicht auf Gas um oder springt immer wieder auf Benzin zurück
  • Die Motorkontrollleuchte geht im Gasbetrieb an
  • Der Gasverbrauch steigt ohne erkennbaren Grund

Welche Motoren sich eignen

Am einfachsten ist der Umbau bei Saugrohreinspritzung: Die Einblasventile für das Gas sitzen dort gleich neben den Benzindüsen. Bei Direkteinspritzung gelangt das Benzin direkt in den Brennraum; auch solche Motoren lassen sich oft umrüsten, aber mit mehr Aufwand und nicht in jedem Fall. Oft läuft dann im Gasbetrieb etwas Benzin mit, um die Benzindüsen zu kühlen; das kostet einen Teil der Ersparnis.

Flüssiggas schmiert die Ventilsitze nicht so mit, wie Benzin es tut. Motoren, die dafür als empfindlich gelten, bekommen deshalb eine Dosiereinrichtung für ein Ventilschutzmittel. Ob Ihr Motor dazugehört, klären wir vor dem Umbau.

Autogas im amerikanischen V8

Bei einem großen V8 macht sich Autogas an der Tankrechnung besonders deutlich bemerkbar. Der 5,7- und der 6,4-Liter-HEMI aus RAM, Dodge, Chrysler und Jeep haben Saugrohreinspritzung, ebenso der 3,6-Liter-V6 Pentastar, und gelten deshalb als gut geeignet. Die aktuellen V8 von Chevrolet und GMC und der Sechszylinder Hurricane der neueren RAM 1500 spritzen dagegen direkt ein; dort prüfen wir im Einzelfall, ob ein Umbau sinnvoll ist.

Bei acht Zylindern und viel Leistung müssen Verdampfer und Einblasventile groß genug und das Steuergerät für acht Zylinder ausgelegt sein, sonst fehlt unter Volllast Gas. Für den Tank bieten Pickups und große SUVs oft mehr Platz als ein kleinerer Pkw. Mehr dazu unter Werkstatt für US-Fahrzeuge.

Tanken und Reichweite mit zwei Tanks

Autogas gibt es nicht an jeder Tankstelle; gängige Tank-Apps zeigen die nächste Zapfsäule. Im Ausland brauchen Sie mancherorts einen Adapter für den Füllanschluss. Weil das Auto zwei Tanks hat, addieren sich die Reichweiten. Ist das Gas leer, fährt der Motor ohne Halt mit Benzin weiter. Lassen Sie trotzdem immer etwas Benzin im Tank, denn damit startet der Motor, und der Kraftstoff kühlt die Benzinpumpe.

Im Gasbetrieb verbraucht der Motor mehr Liter, weil Flüssiggas weniger Energie pro Liter enthält. Vergleichen Sie deshalb die Kosten pro 100 Kilometer, nicht den Literpreis. Wann der Umbau sich bezahlt macht, zeigt eine einfache Rechnung: Kosten der Anlage geteilt durch die Ersparnis pro Kilometer ergibt die Strecke bis dahin. Rechnen Sie die Wartung der Gasanlage dabei mit ein.

Einbau und Abnahme

Vor dem Umbau sehen wir uns den Motor an: Laufleistung, Zustand, Fehlerspeicher und Zündanlage. Ein Motor, der mit Benzin unrund läuft, wird mit Gas nicht besser. Nach dem Einbau stimmen wir die Anlage im Fahrbetrieb ab. Dann nimmt ein Prüfer einer anerkannten Prüforganisation sie ab, und sie wird in die Fahrzeugpapiere eingetragen. Melden Sie den Umbau auch Ihrer Kfz-Versicherung.

Wartung und Gasanlagenprüfung

In den Abständen, die der Anlagenhersteller vorgibt, werden die Gasfilter gewechselt, Leitungen auf Dichtheit geprüft und die Abstimmung kontrolliert. Das passt gut zur Inspektion. Wichtig sind auch die Zündkerzen: Gas braucht einen kräftigeren Zündfunken, abgenutzte Kerzen zeigen sich deshalb oft zuerst durch Aussetzer im Gasbetrieb.

Bei jedem Auto mit Autogas gehört eine Gasanlagenprüfung zur Hauptuntersuchung. Vorgeschrieben ist sie außerdem nach umfangreicheren Reparaturen an der Anlage und wenn ein Unfall oder Brand sie beeinträchtigt hat. Nach einer Reparatur im Niederdruckbereich genügt eine Prüfung auf Dichtheit und Funktion. Geprüft werden unter anderem Tank, Ventile, Leitungen und Dichtheit. Wir bereiten Ihr Fahrzeug darauf vor; mehr dazu unter HU und AU.

Was Kunden oft fragen

Hat der Motor mit Autogas weniger Leistung?

Messbar ist je nach Motor ein kleiner Unterschied. Bei einer gut abgestimmten Anlage merken die meisten Fahrer im Alltag wenig davon, zumal ein großer Motor ohnehin viel Reserve hat.

Kann man auch einen Diesel auf Autogas umrüsten?

Eine übliche Autogasanlage ist für Benzinmotoren gebaut, in denen eine Zündkerze das Gemisch entzündet. Ein Diesel zündet ohne Kerze, allein durch die Verdichtung. Für Diesel-Pkw ist eine solche Anlage deshalb nicht gedacht.

Wie sicher ist ein Autogastank?

Der Tank besteht aus dickwandigem Stahl. Ventile am Tank sperren den Gasfluss, wenn eine Leitung beschädigt wird, und lassen bei großer Hitze kontrolliert Druck ab.

Warten Sie auch Gasanlagen, die woanders eingebaut wurden?

Sprechen Sie uns an und nennen Sie den Hersteller der Anlage; er steht in den Einbauunterlagen und meist auf dem Steuergerät. Dann sagen wir Ihnen vorab, was wir tun können.